Archive of November 2008

Auch wenn ich jetzt weniger von mir hören lasse und im Moment auch keine neuen Bilder präsentieren kann, die Zeit vergeht wie im Flug, die Arbeit trägt so langsam Früchte und schon bald darf ich mich wieder auf den Heimweg machen.

Viel neues kann ich nicht präsentieren, außer dass ich gerade am Design der Lefora Labs arbeite, dem Blog von Lefora. Erste Fortschritte kann man schon online verfolgen, vor meiner Arbeit sah der Blog noch aus wie ein Standard-Theme von Wordpress (K2).

Langweilig, oder? Dann mal zu etwas interessanterem: einer Liste mit den Dingen, die ich unbedingt noch erledigen muss, bevor ich fahre.

  • Golden Gate Bridge besuchen und Fotos machen
  • Golden Gate Park besuchen und Fotos machen
  • Eventuell nach Alcatraz rüber und ebenfalls Fotos machen
  • Noch ein wenig mein tolles Hippie-Viertel erkunden und äh ja, Fotos machen
  • Shopppen und diesmal nicht nur gucken, sondern auch tatsächlich einkaufen
  • Mitbringsel zusammensuchen
  • Nochmal Cable-Car fahren und genau, Fotos machen

Sollte euch noch etwas einfallen, was unbedingt auf diese Liste sollte, noch habe ich zehn bis elf Tage vor mir. Ich bin kein Tourist und fühle mich schnell überall zuhause und ihr kennt sicher dieses Phänomen: Man kennt selten alle Sehenswürdigkeiten an dem Ort an dem man zuhause ist, bzw. ignoriert man sie, wozu auch extra darauf achten, wenn man das Zeug sowieso jeden Tag sieht.

Irgendwie seltsam.

So long.

Jetzt wird es langsam still in diesem Blog. Schon ein Tag ohne Post, das nagt an meinem Gewissen. Und dabei gibt es doch wirklich Menschen die das hier lesen.

Abhilfe? Leider nicht in Sicht. Ich arbeite im Moment hart am Re-Align von Lefora. Ist sehr spannend für mich, da dies quasi mein erster echter Re-Align einer großen Webseite wird, der dann nicht nur in meinem Portfolio landet, sondern hoffentlich auch Vorteile für den Anbieter bringt.

Nachdem nicht alle unter meinen Lesern Webentwickler sind, hier eine kurze (und nicht unbedingt wissenschaftliche) Erklärung, was ein Re-Align ist: Im Großen und Ganzen geht es darum, das Design einer Website nicht komplett umzugestalten, sondern bereits vorhandene Elemente zu überarbeiten, also mit dem vorhandenen Material zu spielen und so eine bessere Darstellung zu erreichen. Und warum? In erster Linie, um den ersten Eindruck zu verbessern, man geht davon aus, dass Nutzer nach drei Sekunden entschieden haben, ob sie eine Seite mögen oder nicht. Kapitalistische Hintergedanken gibt's natürlich auch, im Normalfall erhöht ein gelungener Re-Align nicht nur die Zugriffszahlen, sondern auch die Klick-Raten (also das Verhältnis von Besuchern zu tatsächlichen späteren Kunden, im Fall von Lefora: es werden hoffentlich mehr Foren erstellt)

Ich werde morgen Paul fragen, ob ich erste Screenshots vom Design-Prozess posten darf, ich gehe aber mal davon aus, dass er warten will, bis wir den Wechsel auch tatsächlich wagen.

Und sonst, was tut sich in San Francisco? Für mich wenig. Ich hatte zwar heute morgen wieder Gelegenheit, ein paar Fotos zu machen, wann ich dazu komme, diese zu bearbeiten steht in den Sternen.

Essenstechnisch gibt es auch wenig Neues, heute waren wir beim Italiener, ich glaube Spaghetti Bolognese sind international genießbar, in diesem Fall sogar sehr.

Und sonst? Am Wochenende werde ich mich auf den Weg in den Zoo machen und die nächste Woche scheint richtig gutes Wetter mitzubringen, es sieht ganz so aus als ob ich mich endlich an meine Wäsche machen müsste. Oder Shoppen gehen. Wird wohl auf eine Kombination aus beidem hinauslaufen, also keine Angst Mama, ich hab gelernt mit Waschmaschinen umzugehen und hier steht eine neue. Nur die ° Fahrenheit muss ich mir vielleicht vorher mal umrechnen.

So long.

Da es sicher nicht alle interessiert, mit welchen Programmen ich arbeite, sondern wohl eher, was ich den ganzen Tag damit mache, hier ein kurzer Bericht aus dem Büro von Lefora.

Mein Tag dort beginnt zwischen 9:00 und 10:00. Falls nötig, wird besprochen, was heute so ansteht und was erledigt werden muss, aber normalerweise habe ich freie Hand und kann mich in aller Ruhe dem Design von neuen Styles für Lefora oder der Korrektur der deutschen Übersetzung (Freiwillige Helfer werden gesucht! Gerne mit späterer Verlinkung auf Lefora.com) widmen. Zwischen 12:00 und 13:00 ist dann Mittagspause und meistens gehen wir alle zusammen irgendwo eine Kleinigkeit essen. (Wisst ihr ja schon, siehe ältere Posts)

Die Kommunikation im Büro changiert zwischen Zurufen und Chat (Bonjour, Jabber, ICQ) und trotz meiner leichten Sprachbarriere klappt das eigentlich hervorragend. Die Atmosphäre ist super, es läuft immer gute Musik, die jeder machen darf, der will: einfach iTunes anwerfen und die AirTunes-Lautsprecher anwählen.

Nachmittags gibt es fast jeden Tag eine Punkt, an dem einfach noch einmal eine Pause fällig wird. Zu viel Bildschirmarbeit ist auch mit meinen selbstauferlegten Pausen jede Stunde (eine Viertelstunde ohne Bildschirm, dafür Skizzen für Layout und ähnliches) einfach langweilig.

Dafür haben wir Darts und eine Wii & Videoprojektor im hinteren Büroraum, mit Wii-Fit und allem Drum und Dran. Heute habe ich mein geliebtes Wii-Sports entdeckt. Da niemand etwas einzuwenden hatte und ich mich kräftig über einige Bugs in einem bestimmten Browser aufgeregt habe, kam es mir sehr gelegen, mal wieder eine Runde zu boxen.

Wie immer rächt sich das bald, egal wie oft ich dieses Spiel ausprobiere, am nächsten Tag hab ich leichten Muskelkater. Dafür freut sich das Wii-Fit, dass ich zugenommen habe. Juhu.

So long.

Eine neue Woche beginnt und so langsam stellt sich Alltag ein. Womit nicht sonderlich zufrieden bin, aber irgendwie ist der Grund für diese Reise eben kein Urlaub sondern serious work für Lefora.

Ich arbeite gerade an neuen Designs für die Foren, unter anderem endlich ein Theme für Gamer (an die WoW-Zocker unter meinen Lesern: Lefora ist ne gute Lösung für Gildenforen) und ein etwas seriöseres für Nachrichten etc. Details und Preview gibt's in den nächsten Tagen.

Neue Bilder wohl auch erst, wenn ich es wieder schaffe mich früher aus dem Bett zu wälzen als heute morgen, nach Wäsche waschen, Duschen und Frühstücken war's dann auch schon Zeit, mich auf den Weg zu machen.

Die Arbeit ist teilweise herausfordernd, aber genau dafür bin ich hier. Im Großen und Ganzen würde ich sagen, dass man die Arbeitsbedingungen einfach nicht vergleichen kann. Ich habe schon für ein Startup in Deutschland gearbeitet und als Freelancer schon verschiedene Kunden betreut, aber es ist eben ein Unterschied, ob man im Büro mit seinen Kollegen abhängen kann und alles locker läuft und man Spaß an der Arbeit hat wie hier, oder ob man so tut und meint, jung und hipp zu sein. Sorry deutsche Startups, beweist mir das Gegenteil. Cultural Differences for the win.

Irgendwie ein Nachtrag: Eine neue Sache gibt es doch: Wojtek ist angekommen, Pauls Appartement wird mehr und mehr zu einer WG für Freaks die zu viel Zeit am Rechner verbringen. Zum Glück ist Dans Freundin immer hier um wenigstens für einen gewissen Prozentsatz normaler Mensch zu sorgen. Wojtek ist aus Polen, ich kannte ihn bisher nur von E-Mails und Chat, aber er hat schon oft mit Paul und den Kollegen hier zusammengearbeitet. Ich hatte zuerst Panik, Probleme mit seinem Englisch zu haben, aber ich verstehe ihn fast besser als Paul. Das einzige was mich ärgert: Paul spricht polnisch. Doh! Die haben eine Geheimsprache die komisch klingt und die ich nicht verstehe. Und ich hab keine um Deutsch zu reden, zumindest nicht hier. Wer mal Lust auf ne iChat-Konferenz hat, ich bin jeden Tag ab 10:00 im Büro. Also so 19:00 Deutscher Zeit.

In den nächsten Tagen gibt es hoffentlich neue Bilder. Bis dahin: Alltag halt.

So long.

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